Gaming Hardware Ratgeber

Was verbraucht mein Gaming-PC – Die Wattzahl im Blick

Es ist wichtig, sich beim eigenen Gaming Computer den Stromverbrauch über das Netzteil / PSU (= Power Supply Unit = Netzteil) anzuschauen. Ansonsten drohen am Ende des Jahres hohe Folgekosten. Gerade bei immer weiter steigenden Stromkosten lohnt sich daher ein Blick auf den eigenen Strom-Verbrauch.

Vor dem Kauf eines Gaming-PC musst du dir zunächst einmal im Klaren darüber sein, was du mit deinem PC anfangen möchtest. Der Stromverbrauch deines Computers richtet nämlich maßgeblich nach deiner Nutzung und Spieldauer. Allgemein lässt sich für den Stromverbrauch jedoch keine Aussage treffen. Denn dabei spielen die Nutzung, aber auch die Komponenten selbst eine Rolle. Wir geben bei jedem Hersteller von Gaming-PC-Hardware deshalb für das jeweilige Modell einen Maximalverbrauch in Watt an.

Allerdings zeigen Dir die Werte nur wie viel die Komponenten unter Volllast maximal verbrauchen an. Essenziell wichtige Faktoren für den Stromverbrauch deines Gaming-PCs sind die Nutzungsdauer und Nutzungsart und der Verbrauch unter Last aber auch im Leerlauf. Denn dein Gamer-PC drosselt den Stromverbrauch, sobald die Komponenten wenig zu berechnen haben (zum Beispiel bei Office-Anwendungen oder Surfen). Grafikkarten schalten sich dabei teilweise sogar ganz ab und verbrauchen nur noch wenige Watt. Im Office-Betrieb braucht dein Gaming Rechner daher nur ca. 50 bis 100 Watt.

Möchtest du allerdings ein aufwendiges PC-Spiel spielen, geht die Grafikkarte auf Maximallast und -verbrauch und verschlingt dabei die maximale Watt-Anzahl. Denn sie versucht so viele Bilder pro Sekunde auf den Monitor zu bringen, wie möglich, abhängig von der Qualität der 3D-Objekte. Dazu kommen der Prozessor CPU und auch das Mainboard, Laufwerke und sonstige Hardware laufen mit Maximaler Leistung.

Die Hardware-Auswahl

Zunächst betrachten wir die Auswahl der Komponenten selbst – Hardware-Auswahl:

Maßgeblichen Einfluss auf deinen Stromverbrauch hat selbstverständlich das jeweilige Bauteil. Allgemein werden die Hauptkomponenten wie Prozessor und Grafikkarten mit jeder neuen Generation stromsparender bei selber oder mehr Leistung. Daher verbrauchen besonders gebrauchte Komponenten im Vergleich zur Leistung eine Menge Strom. Ist deine Hardware also veraltet, lohnt sich ein Upgrade also nicht nur aus leistungsgründen, sondern gegebenenfalls auch wirtschaftlich.

Galt vor einigen Jahren AMD noch als stromhungriger als die Konkurrenz, so ist der Abstand zum Konkurrenten Intel mittlerweile nur noch geringfügig. Einige Modelle von AMD unterbieten ihre direkten Konkurrenten von Intel sogar (zum Beispiel Intels i7 mit ca. 390 Watt im Vergleich zum AMD Ryzen mit „nur“ 370 Watt). Allerdings sind diese Produkte bereits sehr stromhungrig. Anders verhält es sich im Vergleich zwischen AMD- und Nvidia-Grafikkarten. In Sachen Leistung kommen AMDs Grafikkarten in der Regel nicht ganz an ihre Gegenspieler aus dem Hause NVidia an. Dennoch verbrauchen sie ähnlich viel, meist sogar etwas mehr Strom. Daher solltest du dir bei der Auswahl deiner Hardware im Klaren darüber sein, dass AMD meist günstigere Produkte anbietet, der Stromverbrauch allerdings auch geringfügig höher ist. Solltest du deinen PC allerdings nur selten benutzen oder planst ohnehin alle zwei Jahre ein Upgrade, dann sind AMD Komponenten möglicherweise dennoch eine gute Wahl.

Was allerdings oft unbeachtet bleibt:

Was beim Kauf eventuell an Geld eingespart wurde, kann über eine längere Nutzungsdauer in Form von Stromkosten deutlich teurer werden. Daher kann man gegebenenfalls auf lange Sicht Geld sparen, wenn man beim Kauf mehr ausgibt.

Die eigene Nutzung im Blick

Daher kommt es vor allem auf deine persönliche Nutzungsart und Nutzungsdauer an. So schalten manche ungenutzte oder wenig ausgelastete Komponenten in den Energiesparmodus, wie zum Beispiel Grafikkarten. Diese schalten im Normalbetrieb (einfaches Surfen im Internet oder Office-Anwendungen) ihre Lüfter ganz ab. Andere Bauelemente wie zum Beispiel Festplatten schalten sich automatisch ab, wenn sie nicht genutzt werden um Strom zu sparen.

Deshalb richtet sich nach deiner Nutzung schließlich auch die Wahl des richtigen Netzteils (PSU). Ein 500 Watt-Netzteil liefert nicht durchgehend 500 Watt, sondern maximal. Das Netzteil passt sich an den Stromhunger der Komponenten an. Daher solltest du beachten, wie viele Stunden dein Computer ca. am Tag läuft und wie du ihn in dieser Zeit nutzt. Um Strom zu sparen lohnt es sich den Computer wirklich nur aktiv zu nutzen und ihn ansonsten ganz abzuschalten oder in den „Energie-Spar“-Modus zu versetzen. Da ein Computer, der nur während seiner aktiven Nutzungsdauer angeschaltet ist, auf lange Sicht gesehen weniger verbraucht, als einer der den ganzen Tag kaum genutzt wird. Gleichzeitig verbraucht ein PC, der den ganzen Tag nur für Surfen und Texte genutzt wird, weniger als ein Gaming-PC, der in zwei Stunden nahezu durchgängig mit Spielen ausgelastet wird.

Berechnung eines Beispiel-PC´s:

Da wir nun über die wichtigen Aspekte gesprochen haben, können wir den Stromverbrauch eines Gaming-PCs beispielhaft einmal durchgehen. Deshalb zählen wir den Stromverbrauch der einzelnen Komponenten zusammen. Nehmen wir als Prozessor CPU den äußerst performanten AMD Ryzen, dieser hat einen Watt Rechner PC Verbrauch von ca. 110 Watt. Bei guten Grafikkarten können wir von einem durchschnittlichen Verbrauch von 250 Watt ausgehen. Jetzt noch das Mainboard, sowie Laufwerke, Lüfter und Festplatten mit maximal 50-70 Watt einrechnen. Dann können wir von einem maximalen Verbrauch von ca. 450 Watt ausgehen (450 Watt entsprechen 0,45 kWh). Jetzt solltest du abschätzen, wie lange der PC unter Volllast läuft und wie viel eine Kilowattstunde kostet.

Netzteil Rechner – Einfach das richtige PC-Netzteil finden

Es gibt im Internet unterschiedliche Netzteilrechner-Assistenten die Dir sehr schnell eine Auskunft darüber geben, wie viel Leistung (Watt) Deine PSU (= Power Supply Unit = Netzteil) liefern muss, um Deine verbauten PC-Komponenten wie Prozessor, Grafikkarte und Co. stabil unter Last betreiben zu können.

Für unser Beispiel gehen wir von einer täglichen Nutzung von 3-4 Stunden aus. Bei einem Preis von rund 29 Cent pro Kilowattstunde ergibt sich damit:

Was verbraucht ein Gamer-PC: (0,45 kWh * 3 h) * 0,29 € = 0,39 €. Damit kommen wir auf 39 Cent an einem Tag. Hochgerechnet auf 365 Tage im Jahr kommen wir auf ca. 145,00 €.

Bei einer solchen Nutzung über vier Jahre kommen wir daher auf ca. 580,00 € Kosten allein für Strom.

Daher siehst du, die Stromkosten im Nachhinein überschreiten den möglichen Preisvorteil einiger Hardware am Ende womöglich um ein Vielfaches. Um den Stromverbrauch noch genauer zu berechnen, brauchst du den Verbrauch deiner einzelnen Komponenten im Leerlauf. Dann berechnest du die Zeit, in der du den Computer nur wenig nutzt. Anschließend addierst du die Stromkosten des Leerlauf-Verbrauchs mit dem der Volllast zusammen und hast einen relativ guten Anhaltspunkt.

Auch hilfreich: Mit dem Bequite! PC Leistungsrechner kannst Du den geschätzten Maximalverbrauch und Durchschnittsverbrauch des eigenen Computers PC Leistung berechnen lassen. Häufig verbraucht gerade günstigere Hardware im Leerlauf mehr und sollte daher nicht unterschätzt werden.

Daher sollte man vor dem Kauf neuer PC-Hardware einige Recherche betreiben, damit man erkennen kann, welche Komponenten mit Blick auf die Nutzung in Zukunft am günstigsten sind. Denn häufig werden beim eigentlichen Kauf zehn Euro eingespart, die am Ende durch einen höheren Stromverbrauch jedoch vielfach drauf gezahlt werden müssen.

Wie kann ich meinen Stromverbrauch von meinen Gaming-Computer und Bildschirme messen?

Es gibt nicht nur die Analogen Messgeräte sondern auch schon Digitale Steckdosen-Stromzähler mit einer Anbindung an dein Wlan (Einige Energiemessgeräte können per W-LAN ins Smart-Home integriert werden) um später den Stromverbrauch auf einer App auszuwerten. Mit einem Energiemessgerät kannst Du später den Stromverbrauch von Deinen elektrischen Computer oder Monitore unkompliziert messen und hast somit auch deine Ausgaben und Verbrauch immer im Blick. Einige Geräte berechnen gemäß Ihres Stromtarifs bereits die fälligen Kosten.

Arendo - Energiekostenmessgerät
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Unser Testsieger 2020 ist der Arendo – Energiekostenmessgerät – Stromverbrauchszähler – Energiekosten Anzeige – Stromzähler – 3680W – Energiemessgerät mit Kinderschutzsicherung ID300792

Hier haben wir alle Energiekostenmessgerät aufgelistet.

Wichtigsten Begriffe rund um Strom, Verbrauch und dessen Berechnung:

Ampere = Stärke: Der Ampere-Wert gibt an, welche Menge Elektronen in einer definierten Zeit durch eine Stromleitung fließt. Eine normale Sicherung in eurem Haushalt hat ca. 16 Ampere.
Volt = Spannung: In Volt wird die Menge an Energie beziffert, die mit den Elektronen transportiert wird. Eine normale Steckdose im Haushalt hat 230 Volt.
Watt = Leistung: Die Bezeichnung Watt kennzeichnet die elektrische Leistung, die aus der Zeit und der Arbeit ermittelt wird, die erbracht werden kann. Eurer Computer hat bei max. Leistung ca. 500 bis 800 Watt.

Was für einen Stromverbaucht habe ich und was kostet mich zur Zeit der Strom?

Das könnt Ihr ganz einfach mit dem Check24 Stromrechner ausrechnen lassen:

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