Gaming Hardware Ratgeber

Geld sparen beim Kauf eines Gaming PC

Zuerst muss erwähnt werden: Jeder Benutzer hat individuelle Ansprüche an den eigenen Computer. Daher gibt es keine Anleitung, die allgemeingültig ist und gleichzeitig detailreich, um den best möglichen Gaming PC zu erstellen. Trotzdem gibt es einige Dinge, die als Leitfaden dienen können. In den meisten Fällen muss ein Kompromiss zwischen Budget und den eigenen Ansprüchen stattfinden, da die best mögliche Variante leider sehr schnell ziemlich teuer werden kann. Deswegen sollte für das jeweilige Budget das beste verfügbare Hardwareteil gekauft werden. Beim Bau eines Gaming PCs lassen sich so einige Euros sparen.

Um eine Idee zu bekommen, welche Leistungen benötigt werden, lohnt es sich, die Anforderungen von Spielen anzusehen, die gespielt werden sollen.

Die Entwickler geben diese Mindestanforderungen an, was eine gute Vorstellung liefern kann, was der PC können muss. Über die Systemanforderungen, welche die Hardware betreffen, sollte auch die Bildschirmauflösung berücksichtigt werden. Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten des Computers sind sehr wichtig, denn nur zusammen funktioniert es richtig gut. Das bedeutet: Desto höher die Auflösung, desto mehr muss der Rest des PCs leisten, um diese darzustellen.

Grob zusammengefasst werden für Strategiespiele, sowie massive Multiplayer online Spiele weniger Rechenleistung benötigt als beispielsweise für top aktuelle Games wie Shooter oder Action-Titel.

Aus diesen Hardwarekomponenten kann ein PC zusammen gestellt werden:

  • Gehäuse, umhüllt alle Komponenten.
  • LED Stripes, für coole Lichteffekte.
  • Prozessor oder CPU (z.B. AMD Ryzen, Intel Core i7, Intel Core i9), verantwortlich für sämtliche Vorgänge
  • Prozessorkühler, kühlt wie der Name schon sagt, den Prozessor.
  • Lüfter, kühlt die Luft im PC runter.
  • Grafikkarte (z.B. AMD Radeon, NVIDIA GeForce) sorgt für eine flüssige visuelle Darstellung
  • Arbeitsspeicher, enthält Daten der Programme, die gerade benutzt werden
  • Mainboard (z.B. MSI, ASRock, ASUS), die Zentrale Platine, auf der die meisten Komponenten mit einander verbunden sind.

Besonders wichtig für ein gutes Spielerlebnis sind also der Prozessor, die Grafikkarte und der Arbeitsspeicher. Aber auch die anderen Bestandteile sollten keine allzu schlechtere Leistung erbringen, da die Hardwareteile miteinander arbeiten und daher voneinander abhängig sind. Als Beispiel: Die beste, auf dem Markt verfügbare Grafikkarte kann ihr volles Potenzial nicht ausschöpfen, wenn der Prozessor vergleichsweise wenig Leistung bringt, der Arbeitsspeicher langsam arbeitet oder der Computer schnell überhitzt.

Doch keine Panik, es gibt Komponenten in jeder Preisklasse. Durch geschicktes Auswählen kann der selbst zusammengestellte Computer am Ende mehr als ein vom Händler fertig gekaufter, zum gleichen Preis. Für Einsteiger empfehlen sich Entry-Level-Grafikkarten. Diese bieten für einen moderaten Preis gute Leistungen, können aber logischerweise nicht mit den Top Grafikkarten mithalten. Preislich lohnt sich der Abstrich allerdings oft trotzdem, wenn die Leistung den Ansprüchen genügt. Als Prozessor empfiehlt sich ein Quad-Core Prozessor. Übersetzt bedeutet das Vierkern-Prozessor, was auf die Funktionsweise hindeutet. Der Prozessor besitzt vier Kerne, die perfekt zusammen arbeiten und so für Leistung sorgen. Dazu passen als Basis Plattformen von AMD oder Intel. Diese bieten für niedrige Preise genügend Leistung für einfache Games.

Nicht an der Grafikkarte sparen

Sollen neuere Titel gespielt werden, empfiehlt es sich, eine stärkere Grafikkarte zu wählen. Ein Beispiel wäre eine sogenannte Mid-Range-Grafikkarte, also eine Mittelklasse-Grafikkarte. Diese gibt es von 150 bis 250 Euro. Auch ein Upgrade des Arbeitsspeichers kann sinnvoll sein. Anstelle von vier Gigabyte lohnt es sich, in acht oder sogar sechzehn zu investieren.

Leider werden im Bereich von 2560 x 1440 Pixel von aktuellen Titeln Grafikkarten aus den oberen Preissegmenten vorausgesetzt. Auch hier sollte auf die freie Kapazität des Grafikspeichers geachtet werden.

Soll 4K Gaming stattfinden, sind die Voraussetzungen noch größer. Hierfür werden die absoluten Spitzenkomponenten benötigt, was sich deutlich im Preis niederschlägt. High End Prozessoren wie die Ableger von Core-i7 (Intel) sind hier empfehlenswert, da sie mehr Leistung ins gesamte System bringen.

Abgesehen davon ist auch der Einsatz einer SSD anstelle einer gewöhnlichen Festplatte (HDD) oft sinnvoll. Die Solid State Drive (lang für SSD) hat eine deutlich höhere Lese- und Schreibrate, wodurch die Ladezeit bei Games deutlich kürzer ist und der ganze Computer auch ansonsten schneller arbeitet.

Grundwissen sollte bei Montage vorhanden sein

Zum selbst zusammenbauen sollte grundlegendes Wissen über die Einzelteile vorhanden sein, und wie sie eingebaut werden. Vielleicht gibt es auch jemanden in der Familie oder im Freundeskreis, der helfen kann. Alternativ bieten einige Händler an, die ausgewählten Teile zu montieren. Das ist allerdings mit extra Kosten verbunden.

Beim Zusammenbauen sollte für eine staubfreie Unterlage gesorgt sein. Am besten eignet sich ein großer Tisch, der mit einem Staubtuch abgewischt wurde oder mit einem Tischstaubsauger gereinigt. Ist die Platte frei von Fusseln und Staub, können die Einzelteile ausgepackt werden. Saubere Hände sind außerdem Voraussetzung. Die Hardwareteile sollten nicht unnötig angefasst werden, um Beschädigungen und Verschmutzungen zu vermeiden.

Es ist sinnvoll, sich elektrisch zu entladen, bevor mit der Montage begonnen wird. Dafür gibt es sogenannte Erdungsarmbänder. Alternativ kann sonst zum Beispiel der unlackierte Teil der Heizung berührt werden, um sich zu entladen.

Als Werkzeuge werden ein Schraubenschlüssel und ein kleiner Seitenschneider benötigt. Kabelbinder sind außerdem sinnvoll und sollten in Griffweite bereit liegen. Eine magnetische Schüssel ist außerdem hilfreich, damit keine der Schrauben abhandenkommt. Natürlich tut es aber auch eine normale Schale, ohne magnetische Anziehungskraft.

Gaming PC Mainboard
Gaming PC Mainboard

Schritt 1: CPU einbauen

Die CPU wird aufs Mainboard montiert. Das Mainboard auf der mitgelieferten Schaumstoffunterlage liegen lassen, damit nichts zerkratzt. Sicherungsarm des Mainboards hochklappen.
Achtung: Den Prozessor immer an den Seiten anfassen, nicht an die Pins auf der Unterseite kommen.
Die Markierung der CPU auf die Markierung des Mainboards ausrichten. Sitzt die CPU, den Sicherungsarm herunterklappen.

Schritt 2: Prozessorkühler montieren

Falls es sich beim Mainboard um eines von AMD handelt, müssen jetzt die zwei Brackets abmontiert werden. Jetzt kann der Prozessor montiert werden. Die Schrauben nicht sofort fest anziehen, sondern abwechselnd immer etwas mehr, damit die Spannung gut verteilt ist. Den Lüfteranschluss mit dem Lüfter verbinden, in CPU Fan1 stecken.

Schritt 3: RAM einsetzen

Je nachdem, wie viele RAM Riegel verbaut werden, sollte vorher überlegt, welche Slots auf dem Mainboard besetzt werden sollen. Als Faustregel gilt: Werden zum Beispiel zwei Riegel verbaut, dazwischen einen Slot freilassen. Zum Montieren die Verriegelung auf dem Mainboard öffnen. Jeder Riegel hat unten eine Kerbe, die eine Seite ist dabei länger als die andere. Das Gegenstück ist auf dem Mainboard zu sehen, sodass der Riegel automatisch nur richtig eingesetzt werden kann. Zuerst die kurze Seite einrasten lassen, dann die lange. Die RAM Riegel bieten beim Einrasten einen leichten Widerstand, es sollte jedoch keine Gewalt angewandt werden, um sie einrasten zu lassen.

Schritt 4: M.2 SSD einsetzen (optional)

Die M.2 SSD am dafür vorgesehnen Slot einsetzen. Es gibt unter Umständen mehrere Slots, sie sollte am Hauptslot montiert werden, um die volle Leistung zu erhalten. Dieser ist manchmal farbig markiert oder in der Anleitung zu finden. Mit der extra Schraube, die in der Verpackung dabei ist, auf der abstehenden Seite am Mainboard festschrauben. Hierfür empfiehlt sich ein kleiner Schraubenzieher.

Schritt 5: Gehäuse vorbereiten

Dazu die Seitenteile abschrauben, um nachher das Mainboard montieren zu können. Die passenden Schrauben, um das Innenleben festzuschrauben, sind in der Packung des Gehäuses enthalten. Es sollte darauf geachtet werden, genügend Abstandshalter im Gehäuse montiert zu haben, die später das Mainboard tragen. Im Notfall noch welche montieren, diese liegen auch bei. Je nachdem welche Art von Board montiert wird, sind unterschiedliche Vorbohrungen im Gehäuse zu benutzen. Diese sind entsprechend markiert.

Schritt 6: Mainboard in Gehäuse montieren

Die IO Blende im Gehäuse anbringen, falls sie nicht vom Hersteller am Mainboard befestigt ist. Vorsicht vor scharfen Kanten. Nachdem das Mainboard ins Gehäuse gelegt wurde, wie zuvor die einzelnen Schrauben in mehreren Schritten festziehen. Dabei mit dem Schraubenzieher das Mainboard auf keinen Fall verkratzen!

Schritt 7: SSD bzw. Festplatte einsetzen

Je nach Gehäuse hat der Hersteller unterschiedliche Plätze für die SSD vorgesehen, daher in der Bedienungsanleitung nachschauen. An die SSD Gummifüßchen anbringen, die Festplatte soll in einen sogenannten Festplattenkäfig. An der vorgesehenen Stelle einsetzen, dabei auf die Anschlüsse achten. Mit den mitgelieferten Schrauben befestigen.

Schritt 8: Grafikkarte einbauen

Das Gehäuse an vorgesehener Stelle eventuell öffnen, um die Grafikkarte besser einbauen zu können. Verriegelung öffnen. Auch hier passen die Blenden wieder nur an eine Stelle. Vorsichtig bei der PCIE Verbindung einrasten lassen. Festschrauben und das Gehäuse mit den Brackets wieder schließen.

Schritt 9: Netzteil anschließen

Die Lüfterseite entweder nach oben oder unten drehen und mit den mitgelieferten Schrauben befestigen. Je nach Gehäuse ist eine Halterung vorhanden, die zuerst rausgetrennt werden muss.

Schritt 10: Verkabelung

Je nach Anleitung des Mainboardherstellers die Kabel anbringen. Die einzelnen Anschlüsse am Kabel sind mit den Verwendungen bezeichnet, sodass klar ist, wo wie angeschlossen werden müssen.

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